Schnelltest zur Stromaufnahme des Garmin Oregon 600

Ich habe heute von einem Freund einen kleinen USB-Stick bekommen, der mir die Stromaufnahme in mA anzeigt. Aus Neugier habe ich einfach mal einen Schnelltest gemacht und mein Garmin Oregon 600 angeschlossen und mir die Stromaufnahmen in den oft  benutzten Modi ermittelt.

Der Stick stammt von xtar und wurde bei amazon erworben. Die Messbereiche liegen zwischen 4,5V und 6V sowie 0A und 2,5A. Die Genauigkeit ist mit plusminus 0,02A angegeben.

Hier mal die verschiedenen Bedienstufen:

Direkt nach dem Start
Direkt nach dem Start
Immer noch in der Startphase
Immer noch in der Startphase

Anschliessend habe ich in den Einstellungen die Suche nach dem GPS ausgeschaltet und das Oregon in den Demo Modus geschaltet.

Helligkeit auf 100%
Helligkeit auf 100%
Helligkeit auf 75%
Helligkeit auf 75%
Helligkeit auf 50%
Helligkeit auf 50%
Helligkeit auf 25%
Helligkeit auf 25%
Helligkeit auf 0%
Helligkeit auf 0%

Danach habe ich das Display komplett ausgeschaltet, wie ich es immer mache, wenn ich es nur unterwegs im Rucksack habe, um Tracks aufzuzeichnen.

IMG_5031

Am Schluss habe ich mal versucht zu ermitteln, wieviel mA unter “Last” fliessen. Dazu habe ich einfach die Freizeitkarte stark hinausgezoomt und anschliessend noch verschoben, damit der Prozessor ein bischen was zu tun hat. Bis die Karte ordentlich dargestellt wurde, hat es ein paar Sekunden gedauert.

Unter Last, helligkeit bei 100%
Unter Last, Helligkeit bei 100%

Kurzes Fazit: Das Ganze ist natürlich nicht 100% genau und nur mal eben so in 5 Minuten bei mir in der Bastelecke ermittelt worden. Zusammenfassend würde ich jedoch im Schnelltest sagen:

  • Die Displayhelligkeit wirkt sich am meisten auf den Stromverbrauch aus. Bei 100% sind es 260mA, die Reduktion auf 50% Helligkeit spart satte 100mA, so dass nur noch 160mA fliessen.
  • Der untere Bereich der Helligkeit zwischen 50% und 0% bringt nicht mehr so viel Einsparpotential. Zum Einen werden gerade mal 20mA gesamt eingespart und zum Anderen scheint sich zwischen 25% und 0% Helligkeit so gut wie nichts mehr zu tun.
  • Das bedeutet für mich, dass das ideale Kosten/Nutzen Verhältnis bei 50% Helligkeit zu liegen scheint. Damit kann ich gut leben bei den meisten Lichtverhältnissen.
  • Das Display komplett spannungsfrei zu schalten bringt über längere Zeit dann anscheinend doch ein wenig, es werden nur 110mA gebraucht gegenüber der Helligkeitsstufe 0% mit 140mA. Für eine unbeleuchtete Anzeige, die ich beim reinen tracken eh nicht nutze, sehe ich da eine längere Batterielaufzeit.
  • Weiterhin scheint das Garmin bei 100% Helligkeit unter Vollast nur 3mA mehr zu verbrauchen, als im Leerlauf. Das heisst die Anstrengungen des Prozessors sind wohl doch nicht so gravierend und das Rendern der Karten sowie das Zoomen fallen doch nicht so sehr ins Gewicht, wie ich immer dachte.

Also beim Geocachen oder beim Navigieren achte ich ab jetzt mehr darauf, die Displayhelligkeit auf 50% einzustellen, statt immer 100% zu nehmen und nach 60s auf 0% zu dimmen. Den Zoom werde ich vielleicht doch mal etwas mehr nutzen und das Display war beim tracken ja eh schon immer aus…

 

Update:

Mein Geocacher des Vertrauens hat auch mal auf seinem Oregon 450 nachgeschaut. Scheint sich dort ähnlich zu verhalten (auf der Abszisse die Displayhelligkeit)

Stromaufnahme am Oregon 450
Stromaufnahme am Oregon 450

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